Dienstag, 13. August 2019

SEA CLOUD SPIRIT - neuer Großsegler für SEA CLOUD CRUISES

In knapp einem Jahr wird die Hamburger Reederei SEA CLOUD CRUISES ihren dritten Windjammer in Dienst stellen.

„Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan, deswegen haben wir den Start für die Jungfernfahrt jetzt auf den 29. August 2020 festgesetzt“, sagte Geschäftsführer Daniel Schäfer am Dienstag in Hamburg. Wie ihre Schwestern SEA CLOUD und SEA CLOUD II wird die SEA CLOUD SPIRIT wahre Segelleidenschaft mit der Atmosphäre einer Privatyacht verbinden.

Der 138 Meter lange Dreimaster bietet Platz für 136 Passagiere und bewegt sich wie die beiden anderen Schiffe in einer besonderen Nische des expandierenden Kreuzfahrtmarktes. „Auch mit unserem Neubau werden wir zeigen, dass sanfter Tourismus im wachsenden Markt für Seereisen möglich ist“, sagt Geschäftsführer Daniel Schäfer.

Mit der SEA CLOUD SPIRIT setzt die Hamburger Reederei die Erfolgsgeschichte fort, die vor 40 Jahren mit der legendären SEA CLOUD begann und 2001 mit der SEA CLOUD II fortgesetzt wurde. Das Flaggschiff von SEA CLOUD CRUISES basiert auf der nahezu originalgetreu restaurierten Privatyacht, die der amerikanische Multimillionär Edward F. Hutton 1931 für seine Ehefrau Marjorie Merriweather Post auf der Germaniawerft in Kiel bauen ließ. Nach einer wechselvollen Geschichte wird die 110 Meter lange Viermastbark seit 1979 von SEA CLOUD CRUISES für Seereisen eingesetzt. „Unsere Schiffe werden auch heute noch traditionell von Hand gesegelt. Dies macht die einzigartige Atmosphäre an Bord aus“, erläutert Schäfer.

 

Die SEA CLOUD SPIRIT ist als Dreimast-Vollschiff konzipiert. Mit rund 4.100 Quadratmetern trägt sie mehr als doppelt so viel Segelfläche wie beispielsweise das Segelschulschiff Gorch Fock. Der höchste der drei Masten ist 57 Meter hoch. Der Neubau ist mit zwei diesel-elektrischen Antrieben mit einer Leistung von jeweils 1.700 kW ausgestattet. Für SEA CLOUD CRUISES war es von Anfang an selbstverständlich, alle Schiffe mit schwefelarmen Marinediesel zu betreiben. „Der Verbrauch von Schweröl war nie eine Option für uns. Wir bieten ein nachhaltiges Erlebnis im Einklang mit der Natur und den Menschen, deren Länder wir besuchen“, verdeutlicht Schäfer das Konzept der SEA CLOUD - Seereisen unter Segeln.

Auf der Werft Metalships & Docks im spanischen Vigo hat bereits der Innenausbau begonnen und die Arbeiten an Deck schreiten planmäßig voran. Das gestalterische Konzept für den Innenausbau stammt von dem renommierten Hamburger Planungsbüro PARTNER SHIP DESIGN. Nach Fertigstellung wird sich die SEA CLOUD SPIRIT als ein Großsegler präsentieren, der seinen Gästen viel Raum unter freiem Himmel, ein exklusives Wellness- und Spa-Konzept sowie elegantes Interior-Design im klassischen Yacht-Stil bietet. Erstmalig auf einem Segelschiff wird die SEA CLOUD SPIRIT auch über einen Passagierlift verfügen, der die verschiedenen Decks verbindet. Von den 69 Außenkabinen sind 25 mit Balkonen versehen.

Um das kulinarische Erlebnis für die Gäste zu erweitern, wird die SEA CLOUD SPIRIT über ein zusätzliches Bistro verfügen. „Beim Abendessen bieten wir unseren Gästen neben dem „Fine Dining“ im Restaurant zukünftig außerdem die Möglichkeit, zeitlich flexibel aus unserem Bistroangebot auf dem Lidodeck zu wählen.“ Mit diesem Schritt, passt sich die Reederei den veränderten Anforderungen des Marktes an.

„Wir möchten, dass sich unsere Gäste auf unseren Schiffen gleichermaßen wohlfühlen und sich bei der Auswahl der Reise auf das gewünschte Fahrtgebiet und das jeweilige Programm konzentrieren können.“ Die SEA CLOUD II soll deshalb im nächsten Jahr in bestimmten Bereichen modernisiert und es soll ebenfalls ein Bistrokonzept eingeführt werden.

Mit der Jungfernfahrt im kommenden Jahr wird ein mehr als zehnjähriger Planungs- und Bauprozess zu Ende gehen. Die jetzige SEA CLOUD SPIRIT wurde 2008 als SEA CLOUD HUSSAR auf Kiel gelegt. Kurz vor Fertigstellung des Kaskos wurde das Projekt jedoch durch die Insolvenz der damaligen Werft unterbrochen. „Wir hatten daraufhin jahrelang keinen Zugriff auf den Rumpf, haben das Projekt aber nicht aus den Augen verloren“, erläutert Schäfer. Als das Projekt nach dem Ende des Insolvenz­verfahrens wieder verfügbar wurde, griff SEA CLOUD CRUISES im vergangenen Herbst nach intensiven Verhandlungen sofort zu.

Das Warten hat sich offenbar gelohnt: „Mit der neuen Werft Metalships und PARTNER SHIP DESIGN haben wir zwei hochprofessionelle Unternehmen an unserer Seite, so dass wir jetzt ein noch besseres Produkt bekommen“, ist Schäfer überzeugt. Zudem flossen zehn Jahre zusätzlicher Markterfahrung der Reederei in den Neubau: „Am Ende bekommen wir jetzt ein neues Schiff mit einem bewährten und zugleich hoch aktuellen Konzept“, freut sich Schäfer.

Seit 1979 ist SEA CLOUD CRUISES eine der ersten Adressen in der Welt der Kreuzfahrten. Die 88 Jahre alte Viermastbark SEA CLOUD und ihre jüngere Schwester SEA CLOUD II werden regelmäßig vom Berlitz Cruise Guide mit jeweils 5 Sternen unter die Top Five der Boutique-Schiffe gewählt. SEA CLOUD CRUISES ist Gründungsmitglied der Hotelvereinigung FEINE PRIVATHOTELS.